Am Forschungszentrum DESY entsteht eine zentrale Komponente für eines der bedeutendsten Experimente der Teilchenphysik: eine Endkappe für den ATLAS-Detektor am CERN. Der Large Hadron Collider (LHC) erzeugt Protonenkollisionen, deren Zerfallsprodukte vom ATLAS-Detektor analysiert werden.
Die neue Endkappe besteht aus 192 hochsensitiven Siliziummodulen, die auf sechs Ebenen verteilt sind. Am Ende entsteht eine aktive Fläche von rund 35 m² – jeder Einbau muss mit höchster Präzision erfolgen. Schon minimale Schwingungen oder Fehlstellungen könnten den Projekterfolg gefährden.
Für die dreijährige Montagephase benötigte DESY eine Arbeitsumgebung, die:
• Schwingungen konsequent minimiert
• höchste Positioniergenauigkeit ermöglicht
• arbeitssicher und reinraumtauglich ist
• flexibel montier- und demontierbar bleibt
Gesucht war eine Lösung, die nicht nur funktional überzeugt, sondern sich präzise in das komplexe Montagekonzept integriert.
RK Rose+Krieger entwickelte, fertigte und montierte eine maßgeschneiderte Arbeitsbühne auf Basis des modularen ITAS-Systems (Industrielles Treppen- und Arbeitsbühnensystem).
Kernbestandteile der Lösung:
• Verwindungssteife Halterung für die Endkappe aus Stahl- und Aluminiumprofilen
• Kreisförmige Montageplattform aus 40 mm starken Aluminiumsegmenten
• Schienengeführtes Insertion Tool auf Basis der RK Profiltechnik
• 9 × 5 m große Arbeitsbühne mit integrierter Öffnung (Ø 3,6 m)
• ESD-Bodenbelag für elektrostatisch sensibles Arbeiten
• Nivellierungssystem für bündige Ausrichtung im Millimeterbereich
Die Endkappe bleibt während des gesamten Prozesses – von der Anlieferung bis zum Transport – stabil in einer multifunktionalen Halterung fixiert. Montagebereich, Plattform und Arbeitsfläche sind konstruktiv voneinander entkoppelt, sodass keine störenden Schwingungen übertragen werden.
Ein besonderer Vorteil des ITAS-Systems: Die Arbeitsbühne wird ohne Schweißen montiert. Die Verbindung erfolgt über standardisierte Rohrverbinder mit innenliegenden Klemmmechanismen – sauber, flexibel und auch für Reinraumanwendungen geeignet.
DESY zeigte sich besonders zufrieden mit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der technischen Unterstützung während der gesamten Projektphase. Auch kurzfristige Anpassungen konnten flexibel umgesetzt werden.
Nach Abschluss der Montage soll die Arbeitsbühne demontiert und eingelagert werden – ein weiterer Vorteil des modularen Stecksystems. Die Komponenten können künftig für neue Forschungsprojekte wiederverwendet werden.
Mit dieser Lösung beweist RK Rose+Krieger, dass industrielle Systemkompetenz auch in der Spitzenforschung Maßstäbe setzt.
ITAS Prospekt