Das 1972 gegründete Unternehmen Rose und Krieger hat sich durch die patentierte Entwicklung von Rohrverbindungselementen etabliert, die eine flexible, schnelle und immer wieder änderbare Verbindung von Rohren ohne Schweißen ermöglichen. Bei dem System handelt es sich um Schraubverbindungen aus Kunststoff, Aluminium, Stahl oder Edelstahl, mit denen Rohre ohne Bohren oder Fräsen fest verknüpft werden können. Da die Verbindungselemente lösbar sind, lassen sich die Rohre jederzeit geänderten Bedingungen anpassen.
Vielfältige Einsatzbereiche
Neben den Rohrverbindungselementen produziert und vertreibt der Mindener Betrieb Profilmontagesysteme zur Herstellung von Gestellen und Automationslösungen sowie Lineartechnik mit Gleit- und Wälzlagerführungen, beispielsweise zum Palettieren von Produkten oder Positionieren von Werkzeugen und Werkstücken. Auch Antriebstechnik auf der Basis von Elektrozylindern und Hubsäulen bietet Rose und Krieger an - die Antriebslösungen werden unter anderem in der Möbelindustrie, beispielsweise für barrierefreies, behindertengerechtes Wohnen, eingesetzt. Bei Bedarf werden auch Systemlösungen in Form fast vollständiger Maschinen geliefert, die vom Kunden mit seinem jeweiligen Know-how komplettiert werden. "Grundsätzlich sind alle unsere Produkte als Elemente eines ganzheitlichen Systems konzipiert, miteinander kompatibel und damit als Industriebaukasten vielfältig nutzbar", erklärt Marketing-Manager Daniel Oswald, "unser Produktspektrum und die Kompatibilität sind einmalig am Markt."
In erster Linie versteht sich das Unternehmen als Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau - einsetzbar in unterschiedlichsten Branchen von der Automobilindustrie über den Maschinenbau oder die Luft- und Raumfahrt bis hin zur Verpackungsindustrie. Auch die Absolventinnen und Absolventen des Fachbereiches Maschinenbau mit Schwerpunkt FML sind in fast allen Branchen tätig. "Deshalb ist es wichtig, dass sie sich schon als Studierende mit verschiedensten Anwendungsbereichen vertraut machen", betont Professor Hörstmeier.
Modularer Pneumatikprüfstand
Für das Fachgebiet FML stiftete Rose und Krieger eine fünf mal zwei Meter große Demonstrationswand, auf der ein Querschnitt der über 10.000 Produkte des Unternehmens und die verschiedenen Einsatzbereiche und Bewegungsabläufe verdeutlicht werden. Sie ist im Laborbereich Am Stadtholz zu begutachten. Derzeit bauen Mitarbeiter des Unternehmens und des FML-Teams gemeinsam einen neuen Prüfstand am Kompetenzzentrum für Bewegungsvorgänge auf. Der modulare Pneumatikprüfstand dient der Prüfung von Bauteilen beispielsweise auf Grenzbelastung oder Festigkeiten. Das Gerät mit einem Wert von rund 50.000 Euro wird ab Januar 2008 zum Einsatz kommen.